Wie „Mach, was du liebst“ dich in finanzielle Schwierigkeiten bringt

Eleonora war ein neugieriges Kind. Sie hatte vor allem Spaß daran, mit ihren Puppen zu spielen und an ihnen die neuesten Frisuren auszuprobieren. Sie frisierte ihnen die schönsten und aufwendigsten Zöpfe, schnitt ihnen die elegantesten Bob-Frisuren und färbte die künstlichen feinen Haare in den schillerndsten Farben. Während sie – nun etwas älter –  in der Schule saß und halbherzig dem Unterricht lauschte, driftete ihr Blick und Verstand immer wieder ab – in Gedanken war sie immer wieder in ihrem eigenen Friseursalon, frisierte und schnitt die Haare ihrer Kunden und probierte die ausgefallensten Zopfkreationen aus. Sobald sie zuhause war, packte sie wieder einen künstlichen Haarschopf aus und flochte, schnitt und färbte, was das Zeug hielt. Auch ihre eigenen Haare blieben nicht verschont – gefühlt jede Woche hatte sie eine neue Frisur und probierte die neuesten Haarfarben aus, von vielen verschiedenen Herstellern. Ihre eigenen Haare hielt sie sehr kurz, schließlich setzte das ganze Färb-, Bleich- und Frisierprozedere ihrem sanften Schopf ziemlich zu. Nach ein paar Jahren war Eleonora allerdings klar – sie wollte die Schule so früh wie möglich beenden, um ihren eigenen Haarsalon zu eröffnen. Dabei hatte sie vor allem der Spruch „Do What You Love“ inspiriert und hing sogar hübsch umrahmt über ihrem Bett, ihrem Schreibtisch und Badezimmerspiegel. Nach zwei Jahren Ausbildung, in der sie jeden Tag gefordert wurde und jede Menge Spaß hatte, eröffnete sie eines Tages dann tatsächlich in einem kleinen Vorort bei Köln Eleonora’s HaarpalastAber dann geschah etwas Ungewöhnliches … 

… denn es blieben die Kunden aus. Eleonora hatte nämlich übersehen, dass in dem Kölner Vorort, in dem sie mit ihrem hart angespartem Eigenkapital ihren Palast eröffnete, schon 29 andere Friseursalons residierten und die Konkurrenz knallhart war. Es herrschte ein enormer Wettbewerb, der die Preise auf ein nie da gewesenes Tief drückte und Eleonora fast jeden Monat in den Misen stand. Dazu kam noch, dass die meisten Kunden und Kundinnen nur einen schlichten Schnitt wünschten, hier etwas nachschneiden, da mal eine leicht auswaschbare Tönung, hier Strähnchen und da den Ansatz nachfärben, nichts Außergewöhnliches. Aufwendige Zöpfe, wie wir sie oft bei Game of Thrones beobachten können, fragte gar keiner nach, dabei hatte Eleonora sehr viel Spaß am aufwendigen Flechten und hatte jahrelang jeden Tag dafür geübt. Ganz selten, wenn einmal eine Hochzeit oder eine andere besondere Festlichkeit anstand, hatte sie etwas mehr zutun und konnte ihre nun etwas eingerosteten Flechtkünste an einer echten Kundin zur Schau stellen. Obwohl ihr die schlechte finanzielle Situation ziemlich an die Nieren ging und heftig beunruhigte, redete sie sich weiterhin ein, noch sehr viel Spaß an ihrem Beruf zu haben, entschied sich knallhart dabei zu bleiben und sich auf gar keinen Fall nach anderen Möglichkeiten umzusehen.

Es kam mit der Zeit allerdings noch schlimmer. Auf der Plattform YouTube haben sich ein paar Mädels einen Namen gemacht, in dem sie Anleitungen für aufwendige Flechtzöpfe filmten sowie in regelmäßigen Abständen zeigen, wie sie ihre Stufen oder ihren schicken Pony nachschneiden. Andere zeigten, wie man sich selber die Haare am Besten färbt und es entschieden sich immer mehr und mehr Kundinnen dazu, diese Routinearbeiten einfach selber schnell zu machen – es ist schließlich bequemer und günstiger. Als eines Tages der Rentenbescheid eintrudelt und Eleonora nur eine Zahl von €124,- darauf erkennt, muss sie schon schwer schlucken und wird nachdenklich. Verbittert, enttäuscht und ratlos wendet sie sich nun an die Politik und den Staat, damit er etwas gegen ihre prekäre Lage tun soll und ihre Altersvorsorge rettet. Trotzdem denkt sie nicht daran, ihre aussichtslose Tätigkeit niederzulegen und sich nach etwas Lukrativerem umzusehen, noch darüber nachzudenken, warum sie in diese Situation geraten ist. Stattdessen fordert sie, dass solche geschäftsschädigenden YouTube-Videos verboten werden sollen und sie ermutigt auch weiterhin ihre Freundinnen und Bekannten, dass sie stets immer das tun sollen, was sie lieben. Völlig egal, ob jemand nach dieser Tätigkeit nachfragt oder nicht (den letzten Satz fügt sie natürlich nicht hinzu, denn darüber hatte sie sich noch nie Gedanken gemacht.)

Diese Geschichte ist nur in ihren Details frei erfunden. Es gibt leider viele Eleonoras in Deutschland, die darauf hoffen, dass eine Drittpartei – Politik, Staat – ihre Misere, in die sie reingeraten sind, wieder ausbügelt. Dabei möchte ich nochmal an die Sendung „mal ehrlich … macht mich meine Rente arm?“ erinnern. Bei Minute 50 sehen wir eine Friseurin, die eine sehr geringe Rente erwartet, obwohl sie einem Beruf nachgeht, der ihr viel Spaß macht und in dem sie bereits viele Jahre „tapfer arbeitet“. Diese Frau sagt sogar offen heraus, dass sie nicht so gerne in die Zukunft blicken möchte, sondern sich lieber auf das Jetzt konzentriert. Man merkt, dass sie nicht darüber nachdenkt, was sie besser oder anders machen könnte, sondern sie sagt, dass sie in 20 Jahren diesen geringen Beitrag nun halt erwartet. Dabei legt sie eine Erwartungshaltung an die Politik, dass diese sich um ihre Altersvorsorge kümmern soll, während sie selber einer Tätigkeit nachgeht, die zwar nicht lukrativ ist, aber eben Spaß macht.

Mach es lieber wie Bobby Darin

Als junger Sänger in New York hatte es Bobby Darin wirklich nicht leicht. Alle legten ihm Steine in den Weg und es wollte und wollte einfach nicht klappen mit der Musikkarriere. Eine lange Zeit versuchte er, den großen Durchbruch zu schaffen, aber er erhielt eine Absage nach der nächsten – von allen möglichen Plattenfirmen. Sein Traum: er wollte schon längst vergangene, bekannte Lieder aus alten Zeiten singen. Doch keine Plattenfirma glaubte daran, dass die Menschen Interesse daran hatten, dass ein junger, völlig unbekannter Künstler alte allseits bekannte Songs aufnahm und wiesen ihn daher ab. Zudem kam noch, dass in der Zeit der gute alte Rock’n’Roll populär wurde (der sogenannte „Motown Sound“). Bobby Darin war extrem frustriert, gab aber trotzdem nicht auf. Er hatte nicht das Geld, um sein eigenes Album aufzunehmen und anscheinend hatte es auch keinen weiteren Sinn, die Plattenfirmen anzubetteln, um seinen Traum zu verwirklichen und ihm zu ermöglichen, dass er das tun konnte, was er liebte.

Nein, das ist, was er tat: Er setzte sich hin und schrieb einen Songtext, der mit den Kundenwünschen der damaligen Zeit harmonierte. Das war die Geburtsstunde von Splish Splash, ein Lied, in dem es darum ging, wie er ein Bad nahm. Das Lied war im Motown Rock’n’Roll-Stil komponiert – und tatsächlich, damit gingen die Plattenfirmen d’accord und fingen an, ihn unter seine Fittiche zu nehmen. Splish Splash wurde ein enormer Erfolg, verkaufte sich millionenfach und bescherte Bobby Darin die Berühmtheit, die nötig war, um seinen Traum verfolgen zu können. Zwar konnte er nun trotzdem keine Plattenfirma davon überzeugen, ein Album zu produzieren, in dem er alte populäre Lieder aus längst vergangenen Zeiten sang. Aber nun hatte er das Geld, sich diesen Traum eigenhändig zu finanzieren. Was er auch getan hat – nun fing er an, das zu tun, was er liebte. Eines dieser Lieder, die er sang, war Mack the Knife von Kurt Weill. Seine Leidenschaft für populäre Jazz Oldies verschaffte ihm noch mehr Berühmtheit – Mack the Knife wurde ebenfalls millionenfach verkauft, sogar noch besser als Splish Splash.

Es gibt viele Dinge, die wir von Bobby Darin lernen können – zum Beispiel, dass es wichtig ist, manchmal den unbequemen Weg zu gehen und zunächst etwas zu machen, was eben keinen Spaß macht, aber den Menschen enormen Mehrwert bietet. Denn große Vermögen entstehen dadurch, dass viele Menschen für deinen angebotenen Service / Dienstleistung bezahlen (sofern es natürlich in ihrem Interesse ist). Das heißt, wer effektiv und unabhängig für sich sorgen und seine Träume verwirklicht wissen möchte, hört anderen Menschen lieber zu anstatt darüber nachzudenken, was ihm selber gefällt. Danach kann man nach Herzenslust und ohne Druck das machen, was man machen will oder etwas Ungewöhnliches ausprobieren, wie es Bobby Darin gemacht hat. „Do what you love“ kann dein finanzielles Grab sein, wenn es keinen Mehrwert für andere bietet.

Manchmal kann man natürlich auch den Weg gehen, aus Versehen Kundenwünsche anzusprechen, sodass man sich mit seiner Leidenschaft finanzieren kann. Wenn man wirklich einen Job hat, der einem Freude macht und den man bis zum Tod machen würde, weil er Spaß macht und zusätzlich Geld bringt, dann ist ja alles Bestens. In so einem Fall lohnt sich der langsame Vermögensaufbau via Börse sehr gut. In jedem anderen Fall ist man immer am Besten beraten, anderen Menschen bei ihren Problemen zuzuhören und zu überlegen, wie man ihre Probleme lösen (Unterhaltung, Unannehmlichkeiten, Zeitersparnis, …) kann.

Bei einem angebotenen Service / Dienstleistung / Produkt geht es nämlich immer um die Problemlösung des Kunden und niemals darum, sicherzustellen, dass du deinen Spaß bei der Tätigkeit hast!

Auch muss man – bevor man beginnt – die Lage der Konkurrenz checken. Es macht wenig Sinn, in einer Straße das 30te Café oder Galerie zu eröffnen und sich nicht wesentlich von den Wettbewerbern zu unterscheiden. Warum sollen denn die Kunden ausgerechnet zu dir kommen – und nicht zum nächsten Café, das gegenüber liegt?

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche,

Anna

Quellen: [1] The Adweek Copywriting Handbook: The Ultimate Guide to Writing Powerful Advertising and Marketing Copy from One of America’s Top Copywriters*

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14 Kommentare zu „Wie „Mach, was du liebst“ dich in finanzielle Schwierigkeiten bringt“

  1. Hi Anna, super Beitrag!
    Gut formuliert, dieses Thema „Leidenschaft zum Beruf machen“ ist durchaus ein emotionales Thema. Wobei ich nicht mal glaube, dass Leute immer nach Leidenschaft gehen, sondern eher nach „Was ist der einfachste Weg?“. Viele trauen sich gewissen Berufe nicht zu oder können sich unter manchen Berufen nichts vorstellen. Dadurch landen dann vor allem Frauen in schlecht bezahlten Branchen. Als Mann studierst du einfach Maschinenbau, BWL, Informatik etc. – selbst wenn du grottig warst in der Schule. Einige starten dann im Studium durch, einige brechen es ab und viele schlängeln sich durchs Studium und landen dann in einem gut bezahlten Beruf, selbst wenn sie ihn nur halbherzig machen. Frauen hingegen landen – wenn sie nicht so recht wissen, was sie machen sollen – oft in irgendeiner Ausbildung oder einem „Laberfach“. Das Wort meide ich normalerweise, weil man sicherlich auch mit viel Passion Soziales, Medien, Kulturwissenschaften etc. studieren kann. Aber ich kenne genug, die planlos einfach irgendwas angefangen haben („Hauptsache kein Mathe!“). Bei vielen kommt dann immerhin die Erkenntnis mit Mitte 20 und es wird noch mal was Neues angefangen. Was mich erschreckt; Ich hab vor über 7 Jahren Abi gemacht. Viele meiner damaligen Klassenkameraden haben gerade erst angefangen zu arbeiten.

    Liebe Grüße
    Jenny

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    1. Huhu Jenny 🙂
      Danke für deinen Kommentar!
      Stimmt, das kann gut sein, dass man sich nach „Was geht am Leichtesten?“ umguckt. Ich muss gerade überlegen, aber ich glaube, wir hatten aber recht wenige, die nach diesem Prinzip vorgegangen sind. Irgendwie fallen mir – wenn ich so zurückdenke – nur Mädels ein, die sehr ehrgeizige Auswendiglerner waren und ziemlich viele haben dann einfach Medizin angefangen (aber bestimmt nicht wegen der Leidenschaft xD). Ich glaube, viele Studiengänge bieten leider gar keine Perspektive. Ich hatte ehrlich gesagt auch keine Ahnung, was ich machen soll ^^ Ich habe ja den Studiengang auch einmal gewechselt, aber nur, weil ich mich nicht in irgendeinem Labor mit Ratten wiederfinden wollte …
      Liebe Grüße,
      Anna

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  2. Studieren ist Scam und dient nur dem Finden eines besser bezahlten Angestelltenjobs. Viele Menschen wissen heutzutage nach der Schule nicht was sie machen sollen. Lösung: Erstmal ein Jahr nach Australien Work und Travel. Dann zwei Semester nachhaltige Wirtschaft oder Sonstiges studieren, abbrechen und „neu orientieren“. FSJ noch dazwischenhauen und 20 verschiedene Praktikas machen (die alle irgendwo blöd sind). Und dann irgendwann endlich mal was gerissen bekommen und in einen Job kommen der ihnen halbwegs Spaß macht mit Mitte/Ende 20 frühestens.

    Lösung: Dual studieren oder Ausbildung machen! Dann schön die Sparquote hochschrauben, investieren und weiterhin günstig (WG oder Hotel Mama) leben. Humankapital steigern, man kann sich alles auf der Welt und was man will selbst beibringen, man braucht nicht studieren. Man kann es sich dann leisten auch risikoreiche Sachen einzugehen, nebenbei Einkommensquellen erschließen und so weiter und so fort. Wenn alles gut läuft ist man schon dann finanziell frei oder hat mindestens 100.000+ wenn andere grade mal im ersten richtigen Job angekommen sind. Das ist dann schon fast unmöglich aufzuholen.

    Bin bald soweit, mit 28 geht’s dann erstmal um die Welt und ich kann bis an mein Lebensende tun und lassen was ich will. Nur werde ich wahrscheinlich trotzdem noch arbeiten, da mit dem richtigen Mindset und den richtigen Kollegen ALLES Spaß machen kann 🙂

    LG

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    1. Hey Ben! Wow, super 🙂 Ich stimme dir zu, ich glaube, Studieren ist verschwendete Zeit. Ich denke, es ist sinnvoller, sich wirklich wichtige Dinge (z.B. Programmieren) privat beizubringen und mittlerweile gibt es ja sowas wie Udemy, wo man wirklich Praxisrelevantes lernen kann. Ich wünsche dir ganz viel Spaß bei der Weltrundreise 😀 Hast du einen Blog, wo du das dokumentierst? (Oder Instagram oder so? :D)

      VG
      Anna

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  3. Hi Anna,
    danke für diesen Artikel der gegen den „mache deine Leidenschaft zum Beruf“-Strom geht.
    Ich kenne eine wahre Geschichte, wo die Leidenschaft nicht zum Beruf gemacht wurde: ein Bekannter von mir hat während einer Krankheits- und Reha-Phase angefangen Saxophon zu lernen. Mit richtig guten Lehrern, und da er sich echt dahinter geklemmt und täglich stundenlang geübt hat war er bald ziemlich gut. Er überlegte nun: zurück in den eher ungeliebten Informatiker-Job? Oder seiner Leidenschaft nachgehen und von der Musik leben?
    Wenn er vom Saxophon spielen leben wollen würde, dann müsste er anfangen, Schüler zu unterrichten, darauf hatte er nicht sonderlich Lust. Und/oder er würde abends und an Wochenenden Auftritte haben – nett aber oft schlecht bezahlt, mit weiter Anreise und vor allem würde er seine Frau und Kinder dann oft nicht sehen können.
    Als Freelancer in der Informatik konnte er jedoch hohe Stundensätze verlangen, tagsüber arbeiten (wenn seine Frau auch arbeitet und seine Kinder in der Schule sind) – und zusätzlich seiner Saxophon Leidenschaft nachgehen. Das hat er dann auch gemacht, und in 2-3 Bands semi-professionell gespielt. Keine unbegabten Schüler ertragen, keine schlecht bezahlte Gigs die man annimmt weil man muss. Einfach die pure Lust am Saxophon spielen und die Einnahmen aus den gelegentlichen Auftritten als nettes Zubrot.

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    1. Hey Noemi!

      Danke für deinen Kommentar 🙂
      Das hat der Bekannte aber wirklich gut gelöst und super gemacht. Bei der ganzen Leidenschaft-Sache muss man auch bedenken, dass der Job ohne Einnahmen nach einiger Zeit bestimmt frustrierend wird und dann auch schon gar keinen Spaß macht. Selbst wenn ein Mehrwert für andere entsteht, muss man da echt Biss haben, glaube ich, bis es rund läuft. Ja super! So ist es echt klug 🙂

      Viele Grüße,
      Anna

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  4. Einer meiner ehemaligen Lehrer hat uns geraten, auf keinen Fall ein Hobby oder eine Leidenschaft zum Beruf zu machen.
    Die Realität des späteren Berufs sei fast immer um Welten von der Vorstellung entfernt. Schließlich habe man als Schüler / Abiturient nur Einblicke in eine Hand voll Jobs.
    Wenn es schief gehe, habe man einen Beruf, den man nicht mag und das Hobby vergrätzt.
    Dagegen solle man den Beruf so wählen, dass er zu den Fähigkeiten passe, Entwicklungsmöglichkeiten lasse und den Lebensunterhalt sichert.
    Das Hobby ist dann für den reinen Spaß an der Freud.

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    1. Hey Chris,

      da hat dein Lehrer Recht. Unter Umständen kann das, was einem einst Spaß gemacht hat, zur enormen Last werden und auf einmal gar keinen Spaß mehr machen. Ich denke auch, dass Hobby lieber Hobby bleiben sollte … oder man es erst monetisiert, wenn man nicht mehr drauf angewiesen ist.

      Viele Grüße,
      Anna

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  5. Hallo Anna,

    toller Beitrag. Die Überschrift lässt mich sofort an „the Millionaire FASTLANE“ denken.
    Das Buch ist ein echter Fundus für Blogartikel-Ideen 🙂
    „Tu was du liebst“ führt leider allzu oft in die Irre. Wobei die hohe Anzahl von Existenzgründern, die nach ein paar Jahren wieder aufgeben müssen, nicht allein damit zu erklären ist. Oft fehlt es schlicht an allen Ecken und Enden am notwendigen Know-how …

    Liebe Grüße aus Leipzig
    Christoph

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    1. Hey Christoph!

      Danke für deinen Kommentar 🙂 In der Tat ist es ein Leitsatz, den ich aus dem Buch mitgenommen habe und der erst diese Idee aufkeimen ließ. Allerdings war es echt ein mega cooler Zufall, dass ich auf das Beispiel mit Bobby Darin gestoßen bin! Es ist aus einem Buch, in dem es um Copywriting geht, vielleicht ist es auch für Dich interessant: http://amzn.to/2GRmhtN
      MJ DeMarco’s Bücher sind wirklich ein Quell an Inspiration zu diesen Themen. Gerade lese ich sein zweites Buch noch einmal und da stand z.B. „But guess what? If there are no businesses […] – there will be no jobs. Such an oxymoronic position is akin to loving babies but hating mothers.“ Dazu könnte man auch schon einen Artikel schreiben …

      Viele Grüße 🙂
      Anna

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  6. Das ist momentan ein Thema, was mich sehr beschäftigt. Ich bin nicht den Weg gegangen, beruflich was zu machen, was ich liebe, sondern ich habe was gemacht, wo ich Zukunft und gute Bezahlung drin sehe und bin nun Programmiererin. Ich kann mich wirklich nicht über mein Gehalt beschweren, aber ich bin nicht glücklich. Ich überlege nun tatsächlich umzuschwänken und was zu machen, was mich glücklich macht, aber nicht sonderlich viel Geld bringen wird. Zumindest erstmal nebenberuflich und meinen Hauptjob weiter in Teilzeit ausführen.
    Klar, es ist Mist, wenn man von seiner Berufung nicht leben kann, aber es ist genauso unschön 45 Jahre lang irgendwas nur des Geldes wegen zu machen.

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    1. Hey Julia, da hast du absolut Recht. Wenn man mit einem Zeithorizont von mehreren Jahrzehnten drangeht, wird es schwierig, den Spaßfaktor zu ignorieren. Das ist echt witzig, weil ich gerade das Programmieren lerne und ja, mir macht das auch nicht so viel Spaß. Aber das Ziel ist, damit ein skalierbares Business aufzubauen. Wäre das für dich nicht auch eine Option?

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      1. Ein Business aufzubauen, wo ich nicht mit Leidenschaft dahinterstehe, ist für mich keine Option. Das macht meine Situation nicht besser, vermutlich eher schlechter, weil ich vermutlich mehr Zeit mit Arbeit verbringen muss, die mir kaum Spaß macht. In meinen Berufsanfängen war mir gutes Geld auch noch sehr wichtig und ich war froh über meine Berufswahl, aber so langsam komme ich zur Erkenntnis, das mich gutes Geld allein nicht glücklich macht, wenn man die meiste Zeit des Tages Dinge macht, die einen nicht befriedigen. Habe mich letztens erst mit einer Bekannten unterhalten, die früher einen wahnsinnig guten Job hatte mit extrem guten Verdienst, eine Villa besaß, ein dickes Auto, privater Fitnesstrainer, Geld war einfach im Überfluss da. Glücklich war sie aber auch nicht und in einem ähnlichen Alter wie ich (Mitte 30) schmiss sie alles hin, lebt nun mit einem Tierschutzverein ihren Traum, hat aber nur noch sehr wenig Geld. Aber sie ist glücklich wie nie zu vor und macht das nun seit 12 Jahren.
        In jüngeren Jahren war ich auch noch davon begeistert beruflich mal was zu erreichen und Kohle zu verdienen, aber ich habe das Gefühl irgendwann kommt das Alter, wo einige Umdenken, wo man merkt, dass das Geld allein einem nicht das glückliche Leben beschert, was man gerne hätte. Für mich sind die schönen Momente, wo ich mit meinem Freund und meinem Hund in der Natur spazieren gehe, mit Freunden schöne Gespräche habe, uns ein gutes Essen koche… nicht die Momente, wo ich mir ein neues Auto kaufe, neue Klamotten oder ähnliches. Gereist bin auch genug, das Fernweh verebbt so langsam.

        Gefällt 1 Person

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