Mein Grund, Vermögen aufzubauen. Was ist deiner?

Heute teile ich eine Geschichte mit euch. Ich möchte euch erzählen, wie es dazu kam, dass ich mich überhaupt mit Finanzen und Vermögen beschäftige. Ich bin nicht irgendwann aufgewacht und habe gesagt: „Oh, aber ich muss mich jetzt um meine Altersvorsorge kümmern“ oder sowas. Na klar, solche Sachen sind natürlich wichtig. Aber seien wir ehrlich – wer 20 ist, hat ganz andere Sorgen und denkt nur im seltenen Fall an seine Zeit als 70jähriger Opa oder Oma (auch ganz gut so, oder?). Axelrod erwähnte vor einiger Zeit in meinen Kommentaren, dass Emotionen der Treibstoff sind, sich überhaupt mit finanzieller Bildung zu beschäftigen. Und auch in meinem Fall war es so – aber alles der Reihe nach …

Die ersten Momente, in denen ich mich fragte, ob alles wirklich „normal“ und sinnvoll ist, was wir da tun, hatte ich in der Schule. Ihr wisst schon – diese Momente, wo man während der Arbeit gedankenverloren aus dem Fenster sieht oder für eine weitere Klausur lernt und kurz inne hält. Wenn man morgens den Wecker ausstellt oder auf dem Weg zur Arbeit im Stau steht und einem das Bauchgefühl irgendwie sagt: Hier stimmt etwas nicht.

In der Schule glänzte ich nie besonders. Meine Noten waren recht mittelmäßig, manchmal habe ich mich anstrengt, manchmal nicht. Die Schule lief halt so nebenbei und eine gute Note hat mich seltsamerweise nie sonderlich motiviert. Bis heute finde ich die Motivation durch Zeugnisse, Abschlüsse, Noten und Anerkennung durch Lehrer irgendwie seltsam. Ich war auf einer Schule, in der die meisten extrem ehrgeizig waren, besonders die Mädchen. Sie haben gelernt, was das Zeug hielt, Nachtschichten geschoben für ihr 1,0-Zeugnis, ihre Gesundheit geopfert und nach dem Abitur Medizin studiert. Diese Erlebnisse blieben mir in den Knochen:

Eine meiner damaligen Freundinnen zu der Zeit war so ein Mädchen. Sie hat alles auswendig gelernt. Mit alles, meine ich wirklich alles. Sie konnte ganze Textpassagen rezitieren, auf Punkt und Komma genau. Ich weiß nicht, ob nur ich es bin, die das irgendwie verstörend findet, aber jedes Mal, wenn wir vor einer Klausur über den Stoff diskutierten und sie 1-1 Buchpassagen rezitierte, hatte ich einen stillen, irritierenden Moment. Einmal standen wir vor einem Mitschüler, der sehr gut in Mathematik war und sie hatte eine Frage wegen einer Aufgabe. Er hat es ihr erklärt, aber sie hat es trotzdem nicht verstanden. Die Sache war die, ihr war es auch gar nicht wichtig, es zu verstehen. Sie hat dann einfach gefragt: „Also … wenn ich X habe, dann schreibe Y hin und wenn das und das da steht, dann mache ich das so und so?“ Und der Mitschüler sollte ihr das bestätigen oder was Anderes sagen. Dann würde sie sich das merken und nach der Klausur eben wieder vergessen. Und das Ergebnis?

Es funktionierte! Am Besten lief es immer, wenn es einen Algorithmus abzuarbeiten galt. Weil dieses Prozedere funktionierte, habe ich zeitweise mein irritiertes Bauchgefühl ignoriert, und es auch mal auf diese Weise probiert. Es war enorm anstrengend und nicht selten musste ich kurz inne halten und habe mich gefragt: „Was machst du denn da?“ Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich das nicht lange durchhielt. Die letzten zwei Jahre in der Oberstufe und noch einige Zeit an der Uni habe ich das aber auch so praktiziert, allerdings war die Motivation nicht, Lehrern zu gefallen oder Ähnliches. Meine Motivation war immer – „später“ einen sehr guten Job zu ergattern, denn ich wollte (und will) ein reiches Leben führen. Die meisten meiner Mitschüler kamen aus Familien mit hohem Einkommen und es kam mir (und auch jedem Anderen, den ich kannte) nie etwas Anderes in den Sinn, als das monatliche Einkommen (aus einem sicheren Job) zu maximieren, um sich seine Wünsche zu erfüllen. Ich habe bis ins letzte Jahr auch noch nie jemanden getroffen, der das in Frage gestellt hatte.

So mit 17, 18 beschäftigte ich mich mit dem Thema, mit dem sich alle Menschen in dem Alter beschäftigen. Mit der Liebe. Wie wahrscheinlich jeder von uns kennt, gibt es hier viele Probleme, die viel Kummer verursachen und für emotionales Wirrwarr sorgen – wir kennen es alle. Viele Menschen entscheiden sich dafür, dass das „nun mal so ist“ und dass das so schon ganz normal sei. Ich fand das aber alles andere als normal und suchte so ab 21 nach Lösungen. Ich habe konsumiert, was die meisten Frauen halt so konsumieren, darüber nachgedacht und versucht die Tipps in die Realität umzusetzen.  Ich kann alle Frauen ermutigen, dass die Literatur, die ihr finden werdet, wirklich hilfreich und auch wahr ist.

Mit den Männern lief es zwar die weitere Zeit nicht so reibungslos, aber bezüglich Geld hatte ich in der Zeit wieder einen kleinen Schlüsselmoment. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, was zu diesem stillen Moment führte oder was ich sagte. Ich weiß nur noch, wo ich in diesem Augenblick war und was ich fühlte. Ich führte seit geraumer Zeit ein Sidewalker-Leben, also ich konsumierte immer etwas mehr als reinkam und Ratenzahlungen sah ich sehr gerne. Wenn das Wort „sparen“ fiel, verzog ich das Gesicht und wenn meine Freundinnen im Café immer das Günstigste nahmen, rollte ich nur mit den Augen. Ich träumte vom Luxus, aber ich hatte gar keine Idee, wie das zustande kommen soll. Ich hatte also diese Unterhaltung mit meiner Mutter, ich weiß nicht, worüber wir gesprochen haben, noch was sie oder ich sagte. Ich stand vor unserem Haus und plötzlich kam es mir in den Sinn: Wenn du dein Vermögen als dein monatliches Einkommen definierst, wirst du dir nie solche großen Dinge leisten können. 

Auch wenn mir dieser Augenblick in den Knochen sitzt, habe ich danach nicht mehr weiter darüber nachgedacht. Ich habe mich weiter intensiv mit Liebeskram beschäftigt und hatte das Ziel, eine große, erfüllende Liebe in meinem Leben zu realisieren.

Was soll ich sagen? Genau das passierte im Jahr 2015. Drei Jahre, nachdem ich die erste Literatur zu dem Thema angefasst hatte und mich entschlossen hatte, solche verletzenden Situationen nicht mehr hinzunehmen, ist der beste Mann der Welt in mein Leben getreten. Ich will euch nicht mit schnulzigem Zeug bequatschen. In die Zeit fielen erstaunliche Zufälle. Seit ich in dieser Beziehung bin, fühle ich mich stark, geliebt, glücklich, wohl und vor allem eins: Zuhause. Es gibt keinen Menschen, mit dem ich mich je besser verstanden habe und mit dem ich je soviel Spaß hatte. Ich habe angefangen, meine Träume ernsthaft anzupacken und aktiv zu werden. Es gab in den letzten zwei Jahren häufig Tage, da wurde mir bewusst, dass meine Realität in dieser Hinsicht viel besser ist als alles, was ich mir hätte erträumen können.

Normalerweise verbringen wir jeden Tag 24/7. Was für viele Menschen wie ein Alptraum klingt, ist mein Grund, Vermögen aufzubauen. Im Herbst 2016 bin ich eines Morgens aufgewacht und hatte plötzlich folgenden Wunsch: Das will ich jeden Tag haben. Wir wissen alle, dass uns ohne ausreichendes Vermögen das Hamsterrad im Nacken sitzt. Genau an diesem Tag habe ich die Suchmaschine angeschmissen und danach gegoogelt, wie man reich werden kann.

Das ist meine Motivation, Vermögen aufzubauen.

Hätte ich diesen besonderen Mann nicht kennen gelernt, würde ich wahrscheinlich nach dem Studium ganz normal arbeiten und ein ganz „normales“ Leben führen. Ich hätte wahrscheinlich noch immer ab und an das Gefühl, dass etwas falsch liefe (wie etwa in Schule und Studium), aber die Motivation wäre einfach nicht groß genug, um nach Lösungen zu suchen. Wie ihr seht – Altersvorsorge ist nicht mein Motivator, aber ein netter Nebeneffekt. Mein Ziel ist es, freie Zeit zu haben, um sie rund um die Uhr mit dem besten Mann der Welt zu verbringen.

Was ist dein Grund, Vermögen aufzubauen und reich zu leben? Hattest du so einen „Schlüsselmoment“?

Viele Grüße,

Anna

 

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22 Kommentare zu „Mein Grund, Vermögen aufzubauen. Was ist deiner?“

  1. Sehr interessant zu lesen!
    Mir geht es ähnlich! Ich möchte Vermögen nur deshalb aufbauen um meine Zeit komplett so zu verbringen, wie ich es möchte.
    Ich will aufstehen, wann ich will, ich will essen wann ich will, ich will meinen Hobbies hinterherjagen wann ich will und so weiter.
    Ich will keinen Chef fragen müssen, ob ich dann und dann Urlaub bekomme.
    Wenn ich Bock habe von jetzt auf gleich auf die Kanarischen Inseln zu fliegen, dann sollte ich das auch tun dürfen, denke ich.

    Von daher, ich denke du machst alles richtig, und ich bin schon auf weitere Texte gespannt.
    mach weiter so! Wünsche dir viel Erfolg!

    mfG Chri

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    1. Hey Chri! 🙂
      Genau, mit dem Reisen sehe ich das ähnlich. Ein Vermögen, das erlaubt, heute nach Japan, morgen nach Singapur und übermorgen in die USA zu fliegen, fände ich z.B. sehr reizvoll 😀
      Danke, das wünsche ich dir auch 🙂
      LG

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  2. Hi Anna,

    danke für den Blogpost. 🙂 Du schreibst, dass Du mit 21 nach Literatur gesucht hast, die Dir hilft, mit den ganzen Unwägbarkeiten der Liebe zurecht zu kommen. Welche Bücher/Literatur hat Dir damals am besten geholfen?

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    1. Hey! Also ehrlich gesagt ist mir das Bisschen peinlich xD Aber am Meisten geholfen hat mir Christian Sander. Sherry Argov fand ich auch ganz gut. (Das ist aber nur Lektüre für Frauen ^^).
      Bei Literatur für Männer habe ich ja leider keine Erfahrung und auch nichts gelesen, aber ich habe mir sagen lassen, dass „Models“ von Mark Manson sehr hilfreich sein soll 🙂

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  3. Bei mir gab es auch einen entscheidenden und heute noch beeinflussenden Schlüsselmoment in Bezug auf den Vermögensaufbau.

    Es war im 2. Ausbildungsjahr in der Berufsschule (2014). Mein damaliger Lehrer für Geschäftsprozesse hat uns vom Buch „Investmentpunkt“ erzählt und hatte das Buch zum Probelesen dabei. Schon alleine die Einführung hat mich so begeistert, dass ich mir das Buch umgehend selbst gekauft und innerhalb von ein paar Stunden regelrecht verschlungen habe. Die dort beschriebene Situation des Leben im Hamsterrad hat mich wachgerüttelt. In Folge der Faszination für den Autor Gerald Hörhan habe ich gleich die bis dahin bereits veröffentlichten Bücher ebenfalls bestellt und mit gleich großer Faszination gelesen. Allerdings konnte ich mich nie mit dem Vermögensaufbau durch Immobilienbesitz zur Fremdvermietung identifizieren. Letztes Jahr bin ich dann durch Zufall auf den YouTube Channel von Kolja Barghoorn gestoßen und habe endlich mein „Vorbild“ in Sachen finanzielle Freiheit gefunden.

    Grund für meine Begeisterung für finanzielle Freiheit sind die eigenen Erfahrungen innerhalb der Familie. Die Erfahrungen will ich nicht mehr machen und auch meinen irgendwann folgenden Kindern nicht zumuten müssen. Ziel für mich ist der Zustand der finanziellen Freiheit die sich aktuell so definiert, dass ich unabhängig vom Gehalt einen Job motiviert ausüben kann der mich intrinsisch motiviert. Sobald dieser Zustand erreicht ist wird die Definition auf den aktuellen Stand gebracht.

    Grüße aus dem aktuell sonnigen Südbaden
    Jannick

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    1. Hey Jannick!

      Ich habe Investmentpunk auch gelesen und finde Hörhans provokativen Ton auch ansprechend und ganz richtig so. Wenn dir seine Bücher gefallen, werden dir MJ DeMarco’s Bücher (The Millionaire Fastlane und UNSCRIPTED) auch gefallen! Letzteres stelle ich bald vor, weil ich es jetzt schon zum zweiten Mal gelesen habe 🙂 Ich glaube, Vermögensaufbau durch Immobilien ist für mich auch eher nichts … kann aber natürlich funktionieren, was Hörhan ja vormacht.

      Bei uns (in Nordbaden) ist es allerdings ganz schön grau grad 😀
      LG
      Anna

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  4. Hallo Anna,

    ich finde es immmer sehr bewunderswert, wenn Menschen nach ihren tatsächlichen Antrieben suchen und diese dann auch finden. Ich glaube, dass die meisten Mensch einfach nicht genug darüber nachdenken, was sie denn eigentlich WIRKLICH wollen. Und aus diesem Grund hinterfragen sie das Hamsterrad nicht und strampeln einfach weiter. 🙂
    Wem das gefällt, der darf das natürlich – keine Frage!
    Für mich ist die Motivation zum Vermögensaufbau aber eine ähnliche wie bei dir. Es kommt noch hinzu, dass mir diese Finanzthemen einfach Spaß machen und man immer wieder Neues dazulernen kann.
    An einen solchen „Schlüsselmoment“ kann ich mich zwar nicht direkt erinnern. Es muss aber so vor etwa 2-3 Jahren gewesen sein, als ich etwas Geld auf dem Konto hatte und mich fragte: „Und was machst du jetzt damit?“

    Ich strebe aber primär keine finanzielle Freiheit an, sondern versuche, Erfüllung im Job zu finden. Wenn ich dadurch gleichzeitig finanziell frei werde, soll mir das recht sein 😉

    Viele Grüße vom Depotstudent 🙂

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    1. Hey Depotstudent,

      ich glaube auch, dass den meisten Menschen das Ziel vor Augen fehlt und sie nicht wissen, was sie wirklich wollen. Ich denke, ein großer Schritt besteht schon darin, sich seiner Wünsche bewusst zu werden und sie deutlich zu formulieren. Die Frage, die du dir gestellt hast, hätte ich mir wahrscheinlich nicht gestellt 😀 Ich hätte schon was gefunden, wofür man es ausgeben könnte 😀

      Viele Grüße 🙂

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  5. Süße Liebeserklärung!! 🙂
    Bei mir gab es keinen direkten Schlüsselmoment. Ich hatte als Kind schon immer gespart, selbst als kleines Kind. Meine Eltern haben das initiert als sie für uns Kinder jeweils ein Sparbuch eröffnet. Geburtstagsgeld etc. wurde dort eingezahlt. Einmal im Jahr wurden die Zinsen am Schalter ins Buch gestempelt. Ich hab damit einfach weiter gemacht. So ganz konkrete Ziele habe ich nicht. Ich wollte immer einen guten Job haben, eine Familie gründen und die Welt ein wenig bereisen. Erst die letzten Jahre kam dann die Idee, vielleicht mal mit 60 in Rente zu gehen oder dadurch beruflich flexibler zu sein.

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    1. Haha, ja, irgendwie schon 😀
      Als Kind habe ich auch irgendwann einmal gespart … zumindest sagen das meine Eltern, ich kann mich an gar nichts mehr erinnern 😀 Na ja, heute weiß ich es besser 😉 Wofür hast du als Kind gespart? Oder arbeitet das Geld für dich noch heute? 🙂

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      1. Ich hab für den Führerschein gespart und mir ab und zu mal Sachen davon gekauft (Schlafsofa, Musikanlage). Den Führerschein konnte ich nur bezahlen als ich in meiner Ausbildung dann Geld verdiente und meine Großeltern was dazu gaben. Im Studium hab ich dann für eine Maklerkaution gespart. Es galt noch nicht das Bestellerprinzip und die meisten Mietwohnungen gab es nur über Makler.

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  6. Hallo Anna,

    wirklich schöne Geschichte, wie Du zu dem Thema Finanzen gekommen bist.
    Es ist wirklich interessant, wie unterschiedlich das für jeden einzelnen ist und was der erste Anstoß ist.
    Aus der Schulzeit kann ich mich auch noch sehr gut daran erinnern, dass die alleremeisten nur stumpf stundenlang sich Zuhause hinsetzen, ohne die Themen wirklich zu verstehen oder auf andere Themen übertragen zu können.
    Wenn in der Aufgabe dann nicht das erwartete X steht, sondern eine minimale Abwandlung, sind die meisten schon direkt überfordert. Schließlich war das genauso nicht in den Schulbüchern oder im Unterricht besprochen worden.
    Bei mir war es genau andersherum, dass ich zum Abitur hin einen Schnitt von 1,4 hatte und dafür eigentlich kaum außerhalb von der Schule gelernt habe.

    Hierzu vielleicht passend ein älterer Artikel von mir: http://finanziell-frei-mit-30.de/spitzennoten-ohne-lernen-ist-das-gerecht/

    Ich finde es sehr gut, dass Dir Deine Motivition bewusst ist und Du an Deinen Zielen arbeitest.

    Schöne Grüße
    Dominik

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    1. Hey Dominik!
      Was war dein erster Anstoß?
      Jaa genau, sobald etwas Kleines verändert war, wurde es schon schwieriger. So Leute hatten wir auch und besonders viele im Studium. Und meistens waren das Männer 😀 Bei Frauen fällt sehr stark auf, dass sie durch enormen Fleiß glänzen.

      Liebe Grüße und schönes Wochenende 🙂

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  7. Hey Anna,

    sehr schöner Artikel.
    Meine Motivation Vermögen anzureichern kommt aus mehreren Bereichen. Zum einen mein alter Stadteil. Ich komme gebürtig aus einem in dem zum Jetzigen Zeitpunkt immer noch eine Arbeitslosigkeit über 20% herrscht und ja der ist in Deutschland. Ich möchte nie wieder in einem solchen Elend leben müssen. Auch möchte ich meinen evtl. Nachkommen die Kriminalität ersparen.
    Deshalb habe ich was das Sparen angeht eine eiserne Disziplin (Außer bei Schoki)

    Zum glück bin ich mit 13 ins Heim gekommen. Hier liegt mein 2 Punkt. Ich weiß das man sich auf den Sozialstaat nicht verlassen kann. 2 Jahre ohne funktionierende Heizung und das im Heim, unter der Aufsicht des Jugendamtes, passiert heutzutage leider noch viel zu oft. Nichts desto trotz bin ich sehr froh dort gewesehen zu sein und nicht Vertätschelt worden zu sein. (Scheint echtes Problem heutzutage zu sein)
    Anschließend daran, als ich mein Abitur gemacht habe, bin ich in der 12 Klasse mit 18 aus dem Heim ausgezogen. Dort durfte ich mal wieder erfahren, man kann sich auf den (A)Sozialstaat nicht verlassen. 13 Monate war das Jugendamt in Zahlungsverzug, ich hatte nur die 1.800€ für den Führerschein, die Erste Klage meinerseits wurde abgewiesen und jede Beschäftigung die ich aufgenommen habe wurde seitens des Jugendamtes wiederrufen. Btw. nach 13 Monaten kam dann das Geld, die Auszahlung wurde mir aber angerechnet. Da es über der 5.500€war die man besitzen durfte. Habe ich schon erwähnt, dass man sich auf diesen Sozialstaat nicht verlassen kann?

    Natürlich spielt Unabhängigkeit eine große rolle für mich, das Gefühl macht zu haben, macht über sein eigenes leben, darf auch nicht unerwähnt bleiben.

    Ich bemerke selber, dass ich im Studium bei diesen stumpfen auswendig lernen an meine Grenzen stoße. Habe es selber von 3 Jahren ohne schule + 2 Jahren sondersch… äh pardon Staatlich anerkannten Ersatzschule trotz aller dem geschafft in der normalen Zeit Abitur zu machen. Wie hasst du es geschafft einfach auswendig zu lernen? Lag es nur an der Liebe? oder gab es spezielle Lerntechniken? Ich hinterfrage beim Studium den Nutzen zuviel…

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    1. Hey Pascal! 🙂 Danke für deinen Kommentar.
      Oha, ich wusste gar nicht, dass der Staat so unzuverlässig ist. Ich habe zwar manchmal mitbekommen, wie z.B. Bafög zu spät überwiesen wurde und manchmal wie sogar zuviel Bafög überwiesen wurde. Aber 13 Monate Zahlungsverzug ist ja schon eine Hausnummer. Genau, das ist auch meine Motivation – Macht über das eigene Leben und vor allem Kontrolle. Ich finde, das unterschätzt man immer wieder. Dabei fühlen wir uns in Situationen, die wir kontrollieren können, immer wohler.

      Auswendig zu lernen finde ich ganz schön anstrengend, meistens. Na ja, ich finde, da bleibt nicht viel Weiteres übrig als es sich oft genug anzusehen und aufzuschreiben. Je öfter die Wiederholung, desto besser sitzt es im Kopf. Meine Kommilitonen haben sich bei chemischen Reaktionen sogar versucht, Geschichten auszudenken, vielleicht hilft das auch beim Merken?(Ich habe es nie ausprobiert). Ja, richtig, jeder sollte den Nutzen am Studium hinterfragen. Ich bin nämlich mittlerweile der Überzeugung, dass umfangreiches Studieren nicht unbedingt notwendig ist. Gut, in manchen Bereichen muss man das schon machen. Wenn man Arzt oder Anwalt sein möchte. Aber stünde ich in der Vergangenheit wieder vor der Wahl, würde ich höchstwahrscheinlich nicht studieren …

      Was studierst du denn und was hast du damit vor? 🙂

      VG

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  8. Ich habe eigentlich schon immer gespart, meine Mutter hat mich zum Sparen motiviert, auch wenn wir immer sehr wenig Geld hatten. In meiner Ausbildung habe ich das dann weiter geführt, auch wenn es nur 20 € pro Monat waren. Ich hatte immer ein großes Bedürfnis nach Sicherheit, weil ich eben in Verhältnissen aufgewacshen bin, wo Geld nur sehr rar war. Ich konnte nie verstehen, wie man sein ganzes Geld ausgeben und nichts mehr für den Notfall hat oder irgendwas auf Ratenzahlung kauft. Aber mit richtigen Investments beschäftige ich mich erst seit kurzem, bisher lag das Geld immer auf einem Tagesgeldkonto rum. Da ich von meinem letzten Arbeitgeber eine Abfindung bekommen habe, wollte ich das Geld nicht mehr auf einem Tagesgeldkonto schrumpfen lassen. Bankberatern vertraue ich nicht, so kam es, dass ich mich selbst mit dem Thema auseinander setzte. Und mir wurde immer mehr bewusst, dass eine finanzielle Unabhängigkeit mir viele Möglichkeiten erschafft, z.B. dass ich früher in Rente kann oder nicht mein Leben lang Vollzeit arbeiten muss.

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    1. Hey Julia,

      danke für deinen Kommentar. Cool, dass du das mit dem Sparen so früh schon beigebracht bekommen hast. Meine Eltern haben leider noch nie gespart, deswegen war mir das immer sehr fremd. Leider kann ich sie auch heute nicht überzeugen :/ Hast du ein bestimmtes Ziel, in wie vielen Jahren du die finanzielle Unabhängigkeit erreicht haben willst? Viele Grüße aus dem sonnigen Baden-Württemberg 😊

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      1. Nein, ich habe kein konkretes Ziel vor Augen, weil ich überhaupt nicht weiß, wie ich mein Leben die nächsten Jahre weiter gestalten will. Mir war immer nur wichtig, dass ich mein Geld nicht irgendwelchen Versicherungen oder sonst wem in die Hand drücke, wo ich nicht mehr einfach so dran komme. Für was genau ich das Geld mal benutzen werde, kann ich noch nicht sagen, aber es beruhigt mich einfach, dass es da ist und es mich ein für bestimmte Situationen ein Stück weit unabhängiger macht.

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