Ein Liebesbrief an Josephine Cochrane + Gewinnspiel!

Eines der Ziele dieses Blogs ist es, ein positiveres Bild über reiche Menschen zu entwickeln. Schließlich arbeiten wir selber daran, vermögend zu werden. Welches Denkmuster könnte hinderlicher sein, als zu glauben, dass reiche Menschen grundsätzlich Verbrecher, Lügner und schlechte Menschen seien?

Wer so denkt, wird unbewusst immer wieder Dinge tun, die einen enormen Reichtum verhindern. Man kann sich auf dem Weg befinden, viel sparen, zurücklegen, investieren, aber mit der falschen Mentalität steht man sich oft selber im Weg. Ich glaube, diese Mentalität zu überwinden, ist der härteste Part am Prozess. Denn wer will schon ein Lügner oder unmoralischer Mensch sein? Manchmal habe ich den Eindruck, dass für „normale“ Bürger reiche Leute irgendwie gar keine Menschen sind, sondern eine Art Alien, die eben ganz anders denkt. Und Zweiteres stimmt sogar.

Die Wahrheit ist aber — egal, welche Zahl das Depot oder Konto aufweist, jeder Mensch und jedes Tier unterliegen den physikalischen Gesetzen dieser Erde, jeder Mensch — ob reich, arm, klein, groß, jung, alt — wird zwischenmenschliche und familiäre Probleme haben, wird verschiedene Talente aufweisen und in anderen Bereichen Schwierigkeiten haben. Jeder Mensch hat in seinem Leben Höhen und Tiefen zu erleben und macht auch mal Fehler. Was hat das mit dem Geld zutun?

Natürlich gibt es in den Familien der Millionäre und Milliardäre Streitereien, Zwist, Scheidungen, Partnerprobleme, aber auch schöne Ehen und stabile Familien. Was hat das mit dem Geld zutun? Vor allem, als ob es das bei Menschen, die chronisch pleite sind, nicht gäbe. Was sind dort diese Probleme verbreitet!

Reiche Menschen altern und sie kochen auch nur mit heißem Wasser. Wenn sie zu viel essen, werden sie dick und sie müssen Kalorien einsparen oder verbrennen, um abzunehmen, wie jedes andere Lebewesen auch. Wenn ein reicher Mensch etwas falsch macht oder etwas nicht so gut in seinem Leben läuft, heißt es: „Siehst du, wusste ich es doch!“ Als ob damit bewiesen wäre, dass Reichtum zahlreiche andere Probleme automatisch anzieht. Als ob die Menschen, die dauernd pleite sind, rundum glücklich wären. Es ist absurd.

Nachhaltiger Reichtum entsteht durch Mehrwert

Nachhaltiger Reichtum entsteht durch Mehrwert. Die Firmen, in die ihr investiert, schaffen Mehrwert. Würden sie keinen Mehrwert schaffen, würde die Dividende gestrichen und der Kurs rutscht gen Null, denn es gäbe keine Kunden. Klar, in einigen seltenen Fällen kann man wirklich Glück (oder eine leise Ahnung) haben und durch Spekulation zu großem Reichtum kommen. Vielleicht gewinnt man ja im Lotto. Die Lottostelle schafft übrigens auch Mehrwert, denn sie verkauft das Gefühl Hoffnung. Dieses Gefühl, dass es eine klitzekleine Wahrscheinlichkeit auf einen enormen Gewinn gibt, ist vielen Menschen mehr wert als die 10€, die sie am Schalter bezahlen. (Ich hab‘ keine Ahnung, wie viel ein Ticket kostet.)

Was ich sagen will — wer reich leben möchte, sollte das nicht nur sozial und spirituell tun, sondern auch finanziell. Um das zu erreichen, ist Dankbarkeit eine wichtige Zutat, denke ich. Man muss Dankbarkeit entwickeln, für die Menschen, deren Mehrwert man in Anspruch nahm und nimmt. Dankbarkeit deswegen, weil das absolut nicht selbstverständlich ist. Man kann auch dankbar dafür sein, dass diese Menschen deswegen reich sind. Wieso sollte man es ihnen nicht auch gönnen? Sie haben Großartiges geleistet und das Leben besser, unterhaltsamer und interessanter gemacht. Sie haben dazu beigetragen, dass unsere Lebensqualität gestiegen ist.

Wem kannst du danken? 

Wer hat dein Leben mit seiner Story, seinem Werk oder seiner Erfindung gravierend verändert oder bereichert? 

Ich denke, es ist wichtig, darüber nachzudenken. Hier kommt meine Top 5:

Marc Cherry

Marc wer? Marc Cherry ist ein kleiner Republikaner, der die Idee hatte, die beste Serie, die es je gab, zu produzieren. Und zwar geht es um Desperate Housewives. Wenn man so will, ist es meine Lieblingsserie. Jetzt werden wahrscheinlich die Männer unter euch die Augen rollen, vielleicht ward ihr ja schon mal dazu gezwungen, die ein oder andere Folge anzusehen 😉 Klar, es ist eine Frauenserie. Aber wer aufregendes Storytelling verstehen will, der sollte sich auch bei inhaltlichem Nichtinteresse mit der Serie beschäftigen. Jede Folge ist einzigartig, schlüssig und die gespielten Charaktere sind markant und starke Persönlichkeiten.

Man wird in die Serie hineingesogen, denn das Ende jeder Folge war so spannend konszipiert, dass man gar nicht mehr aufhören konnte, weiterzuschauen. Vor allem bei der Pilotfolge, die mit dem Suizid einer der eigentlichen Hauptcharaktere beginnt. Es stellte sich nicht die Frage, hatte ich jetzt Zeit? Hatte ich nicht eigentlich was Dringendes zu erledigen? Ich musste sofort die zweite Folge sehen! Marc Cherry hat ein Meisterwerk erschaffen und das Ganze, nachdem fast jede Produktionsstelle die Idee abgelehnt hatte. Hut ab und danke!

Josephine Cochrane

Josephine Cochrane war eine Frau, die reich war und viele Partys gab. Keiner kennt die Amerikanerin mehr, niemand kann etwas mit ihrem Namen anfangen und doch hat sie uns eine der wichtigsten Erfindungen beschert: die Spülmaschine! Wer will auf dieses Ding verzichten? Ich niemals mehr! Dabei kam sie darauf, weil sie selber keine Lust hatte, abzuspülen. Wie cool ist das denn?

Gleichzeitig wollte sie natürlich allen Hausfrauen dabei helfen, diese zeitraubende und nervende Tätigkeit endlich zu überwinden. Sie soll sogar durch die Straßen gerannt sein und gerufen haben: „Wenn niemand sonst die Spülmaschine erfindet, dann mache ich es eben selbst!“ So munkelt man jedenfalls. Und das Ganze auch noch im 19. Jahrhundert! 2006 wurde sie dann in die National Inventors Hall of Fame aufgenommen. Wurde ja auch Zeit! Also auch hier — Hut ab und vielen Dank, Josephine!

Robert Kahn, Vinton Cerf & Tim Berners-Lee

Noch nie von gehört? Dieses Dreiergespann lieferte die wichtigsten Beiträge zum Internet. Vielleicht kann man sie als „Väter des Internets“ bezeichnen — so entwickelten sie das Transmission Control Protocol und das Internet Protocol, das im Internet zur Datenübertragung dient. Tim Berners-Lee ist der Begründer des WWW und hat die erste Webpräsenz erstellt. Es war ursprünglich auch die erste einfache Suchmaschine. 1994 gründete er das World Wide Web Consortium (W3C), das die Techniken im WWW standardisiert. Wichtig war und ist ihm dabei, dass Ideen und technische Umsetzungen nicht patentiert werden, sondern frei verfügbar sind.

Alle drei können — berechtigterweise — auf viele Auszeichnungen zurückblicken: Kahn und Cerf erhielten 1997 die Freiheitsmedaille, eine der höchsten Auszeichnungen der USA. 2013 gehörte Cerf zu den ersten Preisträgern des Queen Elizabeth Prize for Engineering. In der National Inventors Hall of Fame sind sie auch vertreten. Berners-Lee wurde 2004 von der Queen in den Ritterstand erhoben. Nein, an Auszeichnungen mangelt es nicht. Völlig zu Recht: das Internet ist eine der überwältigendsten Entdeckungen unserer Zeit! Mit dem Internet ist es so leicht wie nie zu vor, sich zu vernetzen, Informationen auszutauschen und sogar gigantische Vermögen aufzubauen. Es wurden völlig neue Wirtschaftszweige, Bedürfnisse und Möglichkeiten geschaffen, die wirklich revolutionär sind.

Ich bin nicht nur dankbar für diese schier grenzenlosen Möglichkeiten, sondern auch dafür, in dieser spannenden Zeit leben zu dürfen.

 

Gewinnspiel

Wer hat euer Leben mit seiner Erfindung, seinem Produkt oder Service oder seiner Story bereichert, erleichtert und beeinflusst? Schreibt in die Kommentare, welchen (reichen? berühmten?) Menschen ihr für seinen geschaffenen Mehrwert dankt. Zu gewinnen gibt es das Buch

Investment Punk: Warum ihr schuftet und wir reich werden

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von Gerald Hörhan (neu). Eine Kleinigkeit gibt es auch noch dazu 🙂

Schluss: 19.05.2018, 23.59h.

Am 20.05. lose ich von den eingereichten Kommentaren den Gewinner aus und werde euch kontaktieren. Also bitte die Email-Adresse nicht vergessen 🙂 Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Schönes Wochenende,

Anna

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15 Kommentare zu „Ein Liebesbrief an Josephine Cochrane + Gewinnspiel!“

  1. Mir fiel sofort Steve Jobs ein.
    Seit 2010 habe ich iPhones und kein Produkt hat mein Leben so verändert, wie dieses Smartphones.
    Früher hatte mein Handy um zu telefonieren, Snake zu spielen und um seine 20 Lieblings-SMS speichern zu können.

    Heute ist telefonieren reine Nebensache. Online Banking, Geldanlage, Nachrichten, E-Mail, Foto, Videos, TV, surfen, recherchieren, arbeiten usw. usw. Alles mit nur einem kleinen Gerät.

    Danke Steve!

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    1. Hey Sebastian! Schön, dass du vorbei schaust 🙂

      Ich bin auch ein sehr großer Fan von ihm und hab sogar noch vor, ihm einen Beitrag zu widmen 😀 Beim Smartphone weiß ich noch nicht so Recht, denn es ist gleichzeitig auch eine große Quelle für Ablenkungen und Stress. Dass man das Internet aber immer griffbereit dabei hat und alles so kompakt an einem Ort ist, ist trotzdem sehr bequem, nahezu schon revolutionär 😀

      Schönes Wochenende 🙂

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  2. Hi Anna,

    ich möchte ein paar Personen danken. Wobei keiner von ihnen reich oder weltberühmt ist.

    Und zwar ist sind das die Personen, die meine Finanzstrategie die letzten Jahre enorm geprägt haben.

    Zum ersten Mal wurde ich durch Mathias Frey auf die Anlage in Dividendenwerte aufmerksam. Durch sein Krisenportfolio hat er meine Idee unterstützt, mein Geld so anzulegen, dass zumindest die Inflationsrate erzielt werden soll.

    Zur weiteren Entwicklung trug Tim McAleenan jr. Blog The Conservative Income Investor bei. Durch seine Rückblicke auf bestimmte Unternehmen nahm er mir die Angst vor Dividendenkürzungen und sorgte dafür, dass ich Schwächephasen von Konzernen noch besser als wahrnehmen kann. Und spätestens durch ihn habe ich mich noch intensiver mit Buffett und Munger beschäftigt (die dann doch berühmt sind).

    Daneben gibt es noch Niko Paech, der mir als Vorbild dient, was dann den nachhaltigen Bereich meines Lebens angeht. Durch sein Buch Befreiung vom Überfluss und einige seiner Beiträge, konnte ich mich letztes Jahr endlich überwinden und mein Auto abgeben. Dadurch spare ich nicht nur Geld, sondern habe auch ein klitzekleines bisschen für die Umwelt getan.

    Liebe Grüße
    Marco

    P.S. Am Gewinnspiel nehme ich nicht teil, da ich das Buch bereits besitze und mich freue, wenn es jemand lesen kann, der es noch nicht kennt.

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    1. Hey Marco 🙂 Danke für deinen Kommentar!

      Die genannten Personen und Blogs kannte ich noch gar nicht und werde gleich mal reinschauen. Das Buch von Niko Paech klingt auch sehr interessant … ich werde mal reinlesen. Danke für die Tipps 🙂

      Schönes Wochenende 🙂
      Anna

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  3. Hi Anna,

    mir fällt da so spontan Hermann Hesse mit dem Buch „Unterm Rad“ ein. Das hat zwar nichts mit Geldanlage zu tun, fand ich aber sehr interessant und anregend. Ansonsten denke ich, dass ich von Kostolany einige interessante Ansätze und kleinere Weisheiten lernen konnte. Das sind zwar keine Erleuchtungen gewesen, haben mir aber dennoch geholfen, die Dinge mal aus einer etwas anderen Perspektive zu betrachten.

    Das Buch wollte ich mir in nächster Zeit sowieso mal bestellen. Sollte ich gewinnen, würde ich mich natürlich riesig freuen. 😉

    Schönes Wochenende und viele Grüße
    Dominik

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    1. Hey Dominik!

      Ohja, Hesse war jahrelang mein Lieblingsautor. Unterm Rad, Siddharta, Steppenwolf. Ich muss mal wieder was von ihm lesen. Es ist schon so lange her 😀 Kostolany fand ich auch sehr bereichernd, ich mag es sehr, Erfahrungen, Bücher, Weisheiten von Leuten zu lesen, die mehr Erfahrung haben und wissen, wovon sie reden. Kennst du noch andere Bücher von ihm außer Die Kunst, über Geld nachzudenken?

      Falls du nicht ausgelost wirst, kann ich dir trotzdem ein Exemplar schenken. Ich habe nämlich zwei davon. Das abgebildete ist neu und das andere gebraucht (ich hatte beide bestellt, aber ich fand das Gebrauchte nicht so schön, deswegen habe ich ein noch ein Neues bestellt.) Also ich kann gerne zwei Leute „auslosen“ 🙂

      Schönen Sonntag 🙂

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      1. Hi Anna,

        von Kostolany habe ich bis jetzt leider noch nichts abgesehen vom genannten Buch gelesen, kommt aber noch. 🙂
        Ich wollte Dich eigentlich nicht in irgendeine Verlegenheit bringen was das Gewinnspiel angeht, aber sehr nett von Dir!

        Grüße
        Dominik 🙂

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    1. Hey Georg!
      Sehr guter Beitrag – Justus von Liebig hat Großartiges geleistet. Er hat zum Beispiel auch einen guten Fleischextrakt hergestellt: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2004/1381/pdf/SdF-2003-1_2b.pdf das viele Nährstoffe abdecken sollte (das war gerade zu Kriegszeiten sehr wichtig, wenn alles sehr knapp war.) An der Stelle würde mir noch Alexander Fleming und das Penicillin einfallen 🙂

      Wie läufts mit deinem Spanisch? 🙂

      VG,
      Anna

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  4. Ich muss wohl auch Robert Kahn, Vinton Cerf und Tim Berners-Lee danken. Dank Internet kann man sich eigenständig das Wissen anderer aneignen. Man kann sich mit Leuten austauschen, die man auf der Straße so schnell nicht getroffen geschweige den angesprochen hätte. Danke an Werner von Siemens, der Maschinen zur Stromerzeugung serienreif machte. Nutzung der Elektrizität ist eine geniale Errungenschaft.

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    1. Hey Jenny, schön, dass du mitmachst 🙂
      Das Internet halte ich auch für die „revolutionärste“ Entdeckung unserer Zeit … es ist wirklich mega krass, was dadurch möglich wurde. Schau mal, wie viele Menschen nun nicht mehr ortsgebunden arbeiten müssen oder damit extrem reich geworden sind (erinnerst du dich noch an Myspace-Tom? Der hat innerhalb von zwei Jahren mit Myspace ein Vermögen von 580 Millionen aufgebaut). Das Internet macht mehr Millionäre als es eine andere Methode jemals könnte! Und es gibt auch so viele andere Vorteile … ich bin begeistert 😀 Ich glaube, die Elektrizität fällt auch unter diese Kategorie. Es ist schon krass, was alles möglich ist, um unser Leben schöner, besser und komfortabler zu gestalten 🙂

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