Tote Millionäre erzählen keine Stories

Der Zinseszins aus einer anderen Perspektive

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Der Zinseszins. Das achte Weltwunder der Natur. Mathematisch völlig einwandfrei und faszinierend präsentieren uns täglich viele Menschen die gewaltige Macht der reinen Mathematik. Oft wird sogar Einstein zitiert, um den Intellekt hinter der exponentiellen Vervielfachung zu untermauern. Es werden Beispiele mit jährlichen 15-20% durchgerechnet, um die Leute ins Staunen zu versetzen. Es klingt zu schön, um wahr zu sein – während man auf dem warmen Sofa sitzt, kann man mit ein, zwei Klicks exorbitant reich werden! Man muss nur 1329 Jahre warten. Genial, oder?

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22 Kennzahlen, die man bei der Aktienanalyse kennen sollte

Vor Kurzem habe ich bei Apple zugeschlagen, weil es eine der wenigen Firmen ist, die ich auf meiner „To Buy“-Liste stehen habe. Letztes Jahr habe ich mich ziemlich ausführlich mit der Aktienanalyse beschäftigt, wobei ich mich natürlich nicht als Expertin schimpfen möchte. In der Warteschleife befindet sich ein Beitrag über Apple – mit vielen Grafiken und vielen Kennzahlen, die ich letztes Jahr durchgescannt habe. Da ist mir aufgefallen, dass einige vielleicht nur Bahnhof verstehen und mit den jeweiligen Kennzahlen vielleicht nicht so viel anzufangen wissen. Deswegen komme ich dazu, diese hier lieber noch zu erläutern, sodass ihr dem Beitrag besser folgen könnt! Ansonsten sind hier natürlich sehr viele Leute unterwegs, die sich sehr gut auskennen. Vielleicht könnt ihr in den Kommentaren schreiben, welche Kennzahlen / Größen ihr noch für besonders wichtig erachtet? (Dann nehme ich sie noch in den Beitrag auf). Oder ob ihr eine meiner genannten Kennzahlen irrelevant findet.

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Market-Timing — ein unüberwindbares Übel

Vor ein paar Wochen ging es in einem meiner Beiträge um das Cost-Averaging. Aber bei meinen Überlegungen kam ich an einen weiteren Punkt, bei dem ich schmunzeln musste. Wie wir gesehen haben, kann die Einmalanlage dem Cost-Averaging über einen kurzen Zeitraum (und wir reden hier von schon mal 10 Jahren) sowohl unter- als auch überlegen sein. Auch haben wir festgestellt, dass die Einmalanlage in Bullen- und das Cost-Averaging in Bärenmärkten am Vorteilhaftesten ist. Wenn wir jetzt aber das Beste aus dieser Statistik herausholen wollen — also versuchen, in der Baisse einen Sparplan einzurichten und in der Hausse große Summen einmalig investieren —, stellt sich heraus, dass wir Market-Timing betreiben.

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Wie man Vermögen aufbaut – mit und ohne Zeit – Teil 2

Letzte Woche haben wir uns angesehen, was passiert, wenn man nichts spart und von der Hand in den Mund lebt — oder schlimmer noch, Kredite aufnimmt, um seinen Lebensstil zu finanzieren. Heute besprechen wir, wie man Vermögen aufbauen kann. Man hat dazu im Wesentlichen zwei Stellschrauben: Die Reduktion deiner Ausgaben, und die Erhöhung deiner Einnahmen. Um Vermögen aufbauen zu können, müssen deine Einnahmen immer größer als deine Ausgaben sein.

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Vermögensaufbau mit Zeit. Erarbeiten wir zunächst, wie man Vermögen aufbaut, in dem der Faktor Zeit eine Rolle spielt. Im Wesentlichen geht es darum, einen Teil seines Einkommens zu sparen, und die Differenz dann renditestark anzulegen. Die Rendite sollte dabei >2% betragen, denn das ist die gewöhnliche Inflationsrate, die die Kaufkraft deines Geldes Jahr für Jahr mindert. Damit fallen als Anlage viele Produkte schon weg, z.B. Tagesgeldkonten, die jährlich max. 1% bringen. Am Häufigsten wird dabei als Anlage die Börse (Indexfonds oder Einzelaktien) gewählt.

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Wie sinnvoll ist Cost-Averaging?

Neulich machte ich eine kleine Entdeckung, die mich etwas wunderte. Als ich das erste Mal mit dem Thema Cost-Average-Effekt in Berührung kam, las ich auf einem deutschen Finanzblog das Fazit, dass Einmalanlagen per se einem regelmäßigen Sparplan vorzuziehen wären. Es wurde auch schön durchgerechnet, um diese Überlegenheit zu illustrieren. „Cool“, dachte ich, und beschloss für mich, dass ich das ab nun genauso handhaben möchte. Ja, ich fühlte mich sogar den Sparplan-Einzahlern haushoch überlegen 😉

Als ich vor ein paar Wochen „Intelligent Investieren“ von Benjamin Graham aufschlug, fand ich es verwunderlich, wie positiv sich der Vater des Value Investings über Indexfonds und Cost-Averaging äußerte. Er schreibt höchstpersönlich:

Wenn man über Jahre hinweg auf einem durchschnittlichen Marktniveau kauft, sollten die Kurse die Sicherheit einer angemessenen Sicherheitsspanne bieten.

Zeit, sich die Sache näher anzusehen!

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